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In der Galerie wird die Ausstellung „Halt mich fest“ vom 14. Mai Schriftbilder, Schriftskulpturen und Schriftaktionen der Öffentlichkeit vorstellen. Es ist die erste Ausstellung der Künstlerin in einer kommerziellen Galerie. Gezeigt werden Wortskulpturen, Malerei und Fotographie. Irène Hug arbeitet ausschließlich mit dem ‚Motiv’ Sprache. Sie wandelt mit ihren konzeptuellen Arbeiten zwischen Alltagswelten und Kunsträumen und agiert unabhängig von institutionellen Strukturen. Sprachobjekte, wie zum Beispiel Leuchtkästen mit doppeldeutigen, provozierenden, dem Alltag entnommenen Sätzen (°Wissen Sie überhaupt mit wem Sie es zu tun haben?) wurden im Berliner Stadtraum montiert. Der Passant als zufälliger Betrachter, dessen Irritation ist Ziel der Aktion. Riesige Schriftplastiken wurden an unterschiedlichen Orten in stimmungsvolle, markante architektonische Ensembles, wie Schwimmbäder oder Hochbahnen als temporäre Interventionen integriert. Durch den Inhalt des Schriftzuges wird die Absurdität der Besetzung scharf und ironisch. Ein verwahrlostes doch sehr romantisches Freilichtschwimmbad mit einer riesigen Pfütze, die das darüber an der blauen Beckenwand angebrachte Wort (AUTODETERMINISMUS) spiegelt, kennzeichnet Verfall. Hug stellt auf riesige Billbords eine direkte Relation zur Werbung im öffentlichen Raum her. Sie malt in knalligen, bunten Farben Sätze. Die Billboards scheinen auf den ersten Blick plakativ und perfekt zu sein, lasen dann aber die Handschrift der Künstlerin erkennen und ziehen in die mehrdeutigen Bedeutungstiefen der Sprache. (Darüber haben wir schon X-mal gesprochen oder Did you really think I took it SERIOUSLY?) Irène Hug versteht sich als Sammlerin; sie isoliert vorgefundene Sprachdinge aus der urbanen Werbeflut oder imitiert diese im Atelier und stellt die Objekte dann in einen Kunstzusammenhang oder führt sie zurück in den Stadtraum. Sie bildet ein Gleichgewicht zwischen Bekanntem, Eingeschliffenem, Klischee und der künstlerischen Überhöhung. |