Die Ausstellung wird plastische Figuration in Formationen zeigen. Grieshaber plaziert seit etwa einem Jahr seine Arbeiten wiederholt in Skulpturengruppen d.h. in enge Beziehung zueinander und zum Raum. Er betrachtet sie bei diesem Vorgehen als raumintegrale Ensembles, wie man sie von Atelieraufnahmen Brancusis um 1910 kennt. Brancusi nannte diese "mobile Gruppen" um auszusprechen, dass der leere Raum zwischen den Arbeiten Bedeutung bekam und viele photographische Aufnahmen dieser Jahre belegen die korrelative Auseinandersetzung von Skulpturen zueinander und zum sie umgebenen Raum.
Friedemann Grieshaber schafft die einzelnen Stelen grundsätzlich als individuellen Ausdrucksträger sagt jedoch, dass die Gruppierung den Charakter der einzelnen Plastiken oftmals unterstreicht oder anders begreifbar macht. Die Formation der Betonarbeiten wird sofort auch als urbane Verdichtung reflektiert - reagierend auf die Steinschluchten in Metropolen.
Die Ausprägung in Form einer Stele ist mit der Übertragung von Figur auf die architektonische Vertikale vergleichbar. Häuser sind Symbole menschlicher Sehnsüchte und Werte. Die Bezüge zur Architektur sind im Werk Grieshabers auf unterschiedlichen Ebenen immanent. Häuser sind versteinerte Symbole unserer Träume. Stelen werden als abstrakte, wuerdevolle Kompositionen aesthetischer und körperlicher Erfahrungen gebildet und in traditionellem Baumaterial Beton gegossen.
Der junge Künstler aus Schwaben, seit einigen Jahren ins Berliner Exil gewandert, gehört als deutscher Vertreter zur festen Crew des rooms for contemporary sculpture.