| Ulrich Clewing, Tagesspiegel 26.06.2004 |
| Maschine Mensch |
| Fritz Lang war ein Genie. Als er für „Metropolis“ nach einer Figur suchte, die die perfekte Verführung darstellen sollte, da erfand er einen Roboter. Seitdem hat das besondere Verhältnis zwischen Mensch und Menschenmaschine auch die bildenden Künstler immer wieder fasziniert. So betrachtet, steht der 1970 in Novi Sad geborene Es handelt sich um recyclebares Material, vulgo Plastikabfall. „Robin“ besteht aus dem gleichen Stoff, allerdings ist er im Gegensatz zu „Bruns“ richtig groß, etwa 2,20 Meter. Man kann in ihn hineinschauen wie in einem Miniatur-Wolkenkratzer und dabei die unterschiedlichsten Dinge entdecken, mit denen Angstenberger seine Konstruktion ein wenig aufgelockert hat: Zahnbürstenköpfe, Spülringarme, persönliche Fotos aus Kindertagen. Das Schöne daran: Je genauer man hinschaut, desto mehr Rückverwandlungen lassen sich beobachten – von „Robin“, dem Roboter, zurück zum Alltag, der immer noch die besten Geschichten erzählt. |