Barbara Wiegand, Inforadio, 12.1.2005
Der Galerienrundgang

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Jan Thomas in der Galerie Breitengraser
Bin bei Peter, der merkwürdige Ausstellungstitel in der Galerie Breitengraser bezieht sich auf einen Zettel, angeklebt an einen ehemaligen Kaninchenstall angeklebtem – "Bin bei Peter" steht da eben zu lesen, darunter als Gruß, das Bild eines Kaninchens. In der von Jan Thomas zur Kunst erklärten Fundsache steht hinter der geöffneten Stalltür ein Männlein. Das ist genauso hölzern, wie die draußen um ihn in seinem Stall herumstehenden krakenartigen Wesen – das Holz, grob mit einer Kettensäge bearbeitet ist es dann auch, was die absurde Szenerie auf einen irdisch vertrauten Boden zurückholt. Und was das Ganze zugleich noch merkwürdiger macht – Science-Fiction – geschnitzt. Im Nebenraum will das vom Bildhauer genutzte Material Holz zunächst auch nicht so recht zu den kriegerischen Figuren passen, mit Pistole und Handgranate bewaffnet. Aber klein wie sie sind, der schratartige Mann, der Vermummte und der, der die Waffe gegen sich selbst richtet zeigt dieses Material, die traurige Hilflosigkeit der Konfrontation mit einer teils selbst ausgeübten Gewalt. Ein zugleich komischer wie anrührend ernster Figurenpark von Jan Thomas. Seine Arbeiten kosten zwischen 170 und 8000 Euro. Die Schau Bin bei Peter ist noch bis zum Ende des Monats in der Galerie Breitengraser zu sehen. Sophienstraße 34

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