| Barbara Wiegand, Inforadio, 5.4.2005 |
| Der Galerienrundgang |
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Zwischen oben unten, inmitten eines Pfeilers hat Friedemann Grieshaber ein schmales Haus eingebaut – zwischen oben und unten – entsprechend dem Ausstellungstitel - scheint es die Decke der Galerie breitengraser zu tragen. Und scheint auch nur auf den ersten Blick das Modell eines Hauses, so wie man es kennt und bewohnt zu sein – denn keine Tür führt hinein, kein fenster lässt ins innere blicken. O-Ton „Sicher, man kann nicht hineingehen. Aber man kann vielleicht hineinhorchen und dem was drin wohnt nachspüren. Was das ist kann ich nicht sagen. Ich will auch niemand vorschreiben, was er sich zu meinen Arbeiten denkt. Für mich ist das selbst geheimnisvoll..... Es geht Grieshaber also weniger um das Wesen des Hausbaus, vielmehr will er das Wesen ergründen, den Geist, der derlei Bauten innewohnt – dazu passt, dass manche seiner massiven Beton oder Eisengüsse mit nasenartigen Gibeln, augen andeutenden Fenstern, Brüstungen, die Arme sein könnten und Balkonen wie Händen recht menschlich gestaltet sind. O-Ton: wenn ich etwas figurativ gestalte, habe ich am ehesten das Gefühl einem Individuum gegenüber zu stehen, ein Gegenüber zu haben. Das funktioniert am besten Wobei Grishaber der Sentimentalität Grenzen setzt. Mit eingedellten Häusern, die Knautschzone genannt werden. Und wunderbar schräg verschobenen Perspektiven. Zwischen 380 und 8000 Euro kosten die Betongüsse und Eiseneditionen des ehemaligen Studenten der Hochschule der Künste in Berlin. Die Schau ist noch bis zum 26. April in der Galerie breitengraser zu sehen. In der Sophienstraße 34 |